Kata mit Jürgen Fabian am 29.09.2018

Unser Partnerverein Hato hatte mit Dr. Jürgen Fabian, 5. Dan und Wado-Kai A-Prüfer, einen Katakünstler und eloquenten Karatelehrer eingeladen.
Auch wenn Liegestütze, Rumpfaufrichten und andere Ertüchtigungsübungen – wie Jürgen immer wieder beruhigte – nicht ins Programm gehören würden, konnte er mit Fitnessbändern schweißtreibende karatespezifische Bewegungen einüben und die dafür nötigen Muskelgruppen diskret belasten. Der Muskelkater am nächsten Tag, gibt schmerzhaftes Zeugnis darüber ab.
Jürgen verstand es ausgezeichnet, Grundtechniken wie Zuki, Blöcke und Stände verständlich für Anfänger und Fortgeschrittene gleichsam näher zu bringen. Sein Eingehen auf die Sportler sowie die detailgenauen Erklärungen zeugten davon, daß Frontalunterricht mit Rums-Bums-Mentalität und stundenlangen Ichi-Ni der Vergangenheit angehören.
An ausgewählten Kata erklärte Jürgen Abläufe, Anwendungen und Feinheiten, so dass jeder Teilnehmer etwas für seine eigene Karateentwicklung, ob als einfacher Übender oder auch als deren Leiter mitnehmen konnte.

©️ EK

Neujahrslehrgang 2018 in Bremen

Wie jedes Jahr fand am ersten Wochenende nach Neujahr der Neujahrslehrgang statt, seit letztem Jahr allerdings wieder in Bremen, nachdem wir einige Jahre in Reinbek bei Hamburg trainierten.
Trotz eines lockenden Programmes gerade für Dan-Träger waren wir dieses Jahr recht spärlich vertreten, will heißen zu zweit. Deshalb verzichtete Steffen auch auf eine eigene Anfahrt und mietete uns (also Steffen und mich) gleich bei Hato mit ein, die uns auch kulinarisch versorgten. Leider verpasste ich (Ivo) die übliche erste „Rammeleinheit“ am Freitag 15.00 Uhr, da ich von Rostock mit der Deutschen Bahn kommend den Anschlusszug in Hamburg nach Bremen verpasste.

Wie schon angedeutet war das Hauptprogramm optimal für Dan-Träger ausgelegt. Am Freitag übten wir fleißig Ohyo-Kumite 6 bis 10, die erste Einheit wir beide zusammen, die letzte mit wechselnden Partnern. Dazu kam am Freitag der tiefere Einblick in die Kata Rohai. Wer die Kata kennt der weiß, dass es da viele schwierige Drehungen gibt, die Spaß verheißen beim gegenseitigen Beobachten 😉 .

Samstags erste Einheit leitete Jürgen. Jeder ahnt, dass dann die Erwärmung völlig stressfrei war und trotzdem der Schweiß in Strömen floss. Jürgen zeigte uns wieder einmal, dass auch der einfache Junzuki ohne Nidozuki oder Kette für einen Schwarzgurt noch eine Herausforderung ist (Ferse runter, schnelle Vorwärtsbewegung, Fuß möglichst nicht eindrehen …). Weiter ging es mit Fallen und Würfen sowie Bodenkampf bei Elke (Idori 1 – 5) bis zur Mittagspause.

Samstag Nachmittag war dann die Kata Niseishi bei Werner auf dem Plan. Wer die bisher nicht konnte, hatte schon zu tun, um hinterher zu kommen (ich sage nur ‚das Maul des Tigers aus Okinawa‘ 😉  . Leider erwählte Werner mich als Bunkai-Demonstrationsobjekt, mein rechter Oberarm tut jetzt noch weh 😉 . Danach kam Kihon 6 – 10, erst mit dem eigenem und dann mit wechselnden Partnern (wobei wir nicht wechselten, weil die Teilnehmeranzahl sehr begrenzt war). Der Vorteil war, dass wir fast persönliche Betreuung von Elke erfuhren.

Sonntag Morgen war wieder so ein Moment, wo die alten Geschichten bemüht wurden: „Wisst ihr noch, als wir bei Kono damals im Schnee trainiert haben?“ Grund war, die Heizung hatte in der Nacht eine Störung und es war schweinekalt. Endlich verriet auch Peter, dass nach den Schneeeinheiten damals hinterher die Hälfte der Teilnehmer krank war. Gott sei Dank erwärmte uns Franz recht vorsichtig, so dass keine der Kälte geschuldeten Verletzungen auftraten und wir dann wirklich warm wurden, auch weil der Hausmeister die Heizung reaktivieren konnte.
Nach Uchi Waza in einer sehr freien Form (Elke wollte uns mehr massieren als quälen) ging es weiter mit Tantotori 6 – 10 bei Werner (wer wirklich noch nicht mit dem Messer umgehen konnte, durfte bei Peter die Grundlagen des Messerkampfes üben). Immer wieder gern erzählt wird vor der Tantotori-Einheit die Geschichte, wo ein gewisser Ingo das Messer fallen ließ … .

Krönender Abschluss war wieder Kata im Durchlauf. Manch einer verließ die Halle bereits zum Aufräumen, aber der tapfere Rest kämpfte sich durch die Katas. Ich schaffte es diesmal bis zur Betschhurin, erst bei ‚Betschurin ohne Kommando‘ stieg ich aus, weil sich der Vorabend meldete 😉  .

Der Lehrgang dieses Jahr war wirklich toll, parallel zu den klassischen Einheiten konnte man immer Kumite-Training ‚genießen‘. Die Kids von Hato haben sich eigentlich den gesamten Lehrgang nur geprügelt. Auch das Rahmenprogramm war dieses Jahr spitze. Alle Dresdner und Meißner schliefen in der Halle, wo es aufgrund der Matten auch wirklich gemütlich war (ich hatte dämlicherweise ein Hotel gemietet, weil ich bei meinem Ostseeaufenthalt den Schlafsack vergessen hatte). Wir zwei Wadokaier hatten uns wie erwähnt bei Hato eingemietet, aber ich durfte auch mit Meißen/PSV ein Bierchen zischen.

Samstag Abend ging es klassisch zum Chinesen. Nach Irrfahrt durch Bremen hatte ‚Hatokai‘ einen schönen Tisch beim Chinesen in der Waterfront Bremen. Gerüchte sagen, dass Michi das Essen an der „All you can eat“-Bar gewonnen hat, der zweite könnte aber Felix gewesen sein (who knows … ), schade, dass Ingo nicht mit gewesen ist.

Die Sonntag-Rückfahrt ging flott und an der Hato-Garage von Felix verabschiedeten wir uns bis zum nächsten Mal. Danke für das Training von Elke, Werner, Peter und die anderen, die ‚Betreuung‘ von Hato und das Bier und die ‚professionellen Hinweise‘ von Meißen und dem PSV.

©️ Ivo

PS: Da unser Fotograf Uwe nicht mit war, gibt es nur das eine Bild 😉 , weitere Bilder in der Galerie

Kata? Auch Kihon ist Kata

So könnte man den Inhalt dieses Traditionslehrganges mit Dr. Jürgen Fabian beschreiben. Zunächst kündigte der gern gesehene Gast in Dresden an, dass er keine Liegestütze mit der Truppe machen wird. Wer ihn kennt, der weiß, das dies letztlich nicht viel bedeutet. Die Gymnastik ist schweißtreibend genug. Trotzdem traf sich ein Häuflein unentwegter sächsischer Karateka in einer Dresdner Schulsporthalle und bekam, ob schwarzer oder weißer Gürtel, eine „Einführung“ in die grundlegenden Geheimnisse des Wadokai – Karates.

Ja, eine „Einführung“:  Eigentlich ging es „nur“ um Junzuki, Mawate mit Jodan Uke und dann noch ein wenig um die Wendungen in der Kata Pinan Nidan. Fußsohlen auf dem Boden behalten, Ellenbogen am Oberkörper lassen, vorderen Fuß nicht ausdrehen und schnell wenden. Anfängerkram!

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Sachsentraining 2013

14.09.2013 – endlich war es soweit! Die fast schon unendliche Zeit seit der Bekanntgabe über die Teilnahme von Dr. Jürgen Fabian am Sachsen-Wadotraining war endlich vorbei. Die Ausschreibung war ja schon länger bekannt – auch wenn mir bis zum Mittwoch vorher noch nicht klar war, dass’s zwei Einheiten werden, statt nur einer…Aber egal – ging ja um Training a la Kata-Spezial. Das kann von mir aus auch den ganzen Tag gehen. 😉 Ausgerichtet wurde es dieses Mal von HATO.

10: 00 Uhr sollte es losgehen und dank des netten Kameraden, der mich an der richtigen Kreuzung zur richtigen Zeit – nämlich zu dem Zeitpunkt als ich mich fragte an welcher Kreuzung ich denn in Gorbitz abbiegen muss – überholte, kam es auch zu keinerlei Verspätung meinerseits. Angekommen – schnell umgezogen – und mit der üblichen Verspätung ging’s los. Zusammen mit Jürgen Fabian eröffnete André Jätzschmann das Training. Nach einer ausgiebigen, abwechslungsreichen Erwärmung gab Jürgen Fabian jedem einzelnen ein paar Tipps zu seiner Technik, speziell bei Junzuki und Maegeri. Das Hauptaugenmerk lag dabei darin die Technik schnell und sauber zu machen – ohne irgendwelche Vorboten wie zucken oder ähnliches. Wenn sich die Fehler einmal eingeschlichen haben, ist das gar nicht so einfach – aber laut Fabian sind 100 Techniken am Morgen wohl eine kleine Hilfe um das jahrelange intensive Training zu unterstützen, denn Präzession und Genauigkeit ist gerade bei Kata wichtig. Dann ging’s endlich zur Sache – Kata von Pinan Nidan bis…ähm…bei Pinan Godan war für mich dann Schluss…Die Kids wurden von Andre schon eher übernommen. Bei jeder Kata gab es nützliche Tipps und Hinweise an welchen Stellen die Tücken sind und wie man es besser machen kann. Nach anderthalb Stunden gab es ein halbe Stunde Pause…


12:30 – erneut aufgestellt ging es mit der Hälfte der Meute weiter. Nach kurzer Erwärmung stand Jürgen Fabian vor mir und fragte erwartungsvoll, ob ich mit den Kindern weiter Kata mache. Der Mund sagte bereits ja, als der Kopf sich noch dachte WAAAS??? Die Art und Wiese der Frage erlaubte jedoch keine Widerrede – noch dazu als einzige Frau…da waren sie meine – die vier Kids. Zum ersten Mal in meinem jungen Karateleben stand ich also vor Schülern – ahhahhahah! Eine dreiviertel Stunde ging es Pinan Nidan und Pinan Shodan rauf und runter und kreuz und quer… Es war sogar ein Versuch der Pinan Sandan dabei und der sah auch gut aus. Die einzige Schwierigkeit bestand darin den Kindern zu vermitteln wo die Endpunkte der Techniken sind und was sie falsch machen. Stück für Stück arbeitete ich mich immer wieder durch und korrigierte.

Dann stellte sich die Frage was ich noch machen könnte – ich fragte die Kids und sie wollten Kata-Wettkampf. Gut – bekommt ihr… nur war mir da noch nicht klar, dass ich auch teilnehmen sollte. Vier setzten sich auf den Boden, einer lief und dann wurden die Fehler aufgezählt und die Kata wurde noch mal gelaufen unter Beachtung der Fehler. Fazit für die Kinder war, dass auch die Großen Fehler machen (oder waren die etwa Absicht?). Und dann war ich erlöst – Ohyo-Kumite gab’s zum Schluss um die Muskulatur wieder etwas aufzulockern. Auch hier ging es einfach mal darum zu testen was mit Geschwindigkeit und ohne große Kraft möglich ist inkl. eines sehr nützlichen Tipps bei der ersten Ohyo J

Tja, 14:30 Uhr war’s leider schon vorbei…Fazit: es war echt toll und lehrreich und hat großen Spaß gemacht! Und: Kraft ist nicht alles – Geschwindigkeit bringt auch Punkte.

Liebe Grüße an alle und ich hoffe ich hab die Kids nicht zu sehr versaut 😉

©️ Silly