Nun ist er vorbei, der ► Wadokai Herbstlehrgang 2013 im tausendjährigen Meißen . Erfolgreich vor allem für alle die, welche sich einer Prüfung stellten. Aus unserem Verein gratulieren wir Steffen zur wirklich gut absolvierten Prüfung zum 1. Kyu. besonders gut haben mir die Partnerübungen gefallen. Ob Sanbon-, Oyo- oder Kihon Kumite, die Grundlage für die nächste Prüfung ist gelegt. Schön, dass wir nun wieder einen echten Dan-Anwärter in unseren Reihen haben.
14.09.2013 – endlich war es soweit! Die fast schon unendliche Zeit seit der Bekanntgabe über die Teilnahme von Dr. Jürgen Fabian am Sachsen-Wadotraining war endlich vorbei. Die Ausschreibung war ja schon länger bekannt – auch wenn mir bis zum Mittwoch vorher noch nicht klar war, dass’s zwei Einheiten werden, statt nur einer…Aber egal – ging ja um Training a la Kata-Spezial. Das kann von mir aus auch den ganzen Tag gehen. 😉 Ausgerichtet wurde es dieses Mal von HATO.
10: 00 Uhr sollte es losgehen und dank des netten Kameraden, der mich an der richtigen Kreuzung zur richtigen Zeit – nämlich zu dem Zeitpunkt als ich mich fragte an welcher Kreuzung ich denn in Gorbitz abbiegen muss – überholte, kam es auch zu keinerlei Verspätung meinerseits. Angekommen – schnell umgezogen – und mit der üblichen Verspätung ging’s los. Zusammen mit Jürgen Fabian eröffnete André Jätzschmann das Training. Nach einer ausgiebigen, abwechslungsreichen Erwärmung gab Jürgen Fabian jedem einzelnen ein paar Tipps zu seiner Technik, speziell bei Junzuki und Maegeri. Das Hauptaugenmerk lag dabei darin die Technik schnell und sauber zu machen – ohne irgendwelche Vorboten wie zucken oder ähnliches. Wenn sich die Fehler einmal eingeschlichen haben, ist das gar nicht so einfach – aber laut Fabian sind 100 Techniken am Morgen wohl eine kleine Hilfe um das jahrelange intensive Training zu unterstützen, denn Präzession und Genauigkeit ist gerade bei Kata wichtig. Dann ging’s endlich zur Sache – Kata von Pinan Nidan bis…ähm…bei Pinan Godan war für mich dann Schluss…Die Kids wurden von Andre schon eher übernommen. Bei jeder Kata gab es nützliche Tipps und Hinweise an welchen Stellen die Tücken sind und wie man es besser machen kann. Nach anderthalb Stunden gab es ein halbe Stunde Pause…
12:30 – erneut aufgestellt ging es mit der Hälfte der Meute weiter. Nach kurzer Erwärmung stand Jürgen Fabian vor mir und fragte erwartungsvoll, ob ich mit den Kindern weiter Kata mache. Der Mund sagte bereits ja, als der Kopf sich noch dachte WAAAS??? Die Art und Wiese der Frage erlaubte jedoch keine Widerrede – noch dazu als einzige Frau…da waren sie meine – die vier Kids. Zum ersten Mal in meinem jungen Karateleben stand ich also vor Schülern – ahhahhahah! Eine dreiviertel Stunde ging es Pinan Nidan und Pinan Shodan rauf und runter und kreuz und quer… Es war sogar ein Versuch der Pinan Sandan dabei und der sah auch gut aus. Die einzige Schwierigkeit bestand darin den Kindern zu vermitteln wo die Endpunkte der Techniken sind und was sie falsch machen. Stück für Stück arbeitete ich mich immer wieder durch und korrigierte.
Dann stellte sich die Frage was ich noch machen könnte – ich fragte die Kids und sie wollten Kata-Wettkampf. Gut – bekommt ihr… nur war mir da noch nicht klar, dass ich auch teilnehmen sollte. Vier setzten sich auf den Boden, einer lief und dann wurden die Fehler aufgezählt und die Kata wurde noch mal gelaufen unter Beachtung der Fehler. Fazit für die Kinder war, dass auch die Großen Fehler machen (oder waren die etwa Absicht?). Und dann war ich erlöst – Ohyo-Kumite gab’s zum Schluss um die Muskulatur wieder etwas aufzulockern. Auch hier ging es einfach mal darum zu testen was mit Geschwindigkeit und ohne große Kraft möglich ist inkl. eines sehr nützlichen Tipps bei der ersten Ohyo J
Tja, 14:30 Uhr war’s leider schon vorbei…Fazit: es war echt toll und lehrreich und hat großen Spaß gemacht! Und: Kraft ist nicht alles – Geschwindigkeit bringt auch Punkte.
Liebe Grüße an alle und ich hoffe ich hab die Kids nicht zu sehr versaut 😉
Ostern in Bremen – Er ist ja eine langjährige Tradition, der Osterlehrgang der WADOKAI – Stilrichtung in Bremen. Darüber haben wir auch schon mehrfach berichtet. Es kostet ein wenig Überwindung, die vier Feiertage in einer Sporthalle zu verbringen. *
Dieser Lehrgang wurde in bewährter Form durchgeführt, neben dem obligatorischen Tagesbeginn „Grundschule unter physischen Aspekten“ ging es dann thematisch zur Sache. Wir Teilnehmer konnten unter vielfältigen Angeboten wählen, wobei diesmal die KATA ein wenig im Vordergrund stand. Ohyo und Kihon Kumite sind Hauptbestandteile des Trainingsprogramms, konsequent mit Partnerwechsel durch die insgesamt 20 Übungen (für die Dantrager) war eine Übungsform, die bei so vielen Teilnehmern eher neu war.
Peter Mixa, schon oft für das Thema Selbstverteidigung zuständig, wählte diesmal die Verteidigung gegen mehrere Gegner. Die zentrale Frage lautete: Verteidigung durch Angriff – aber wen zuerst? Dies zu üben machte auch Spaß.
Werner Buddrus führte eine Reihe von Karateka in die aktuellen Wettkampfregeln ein – auch mit praktischen Übungen und Elke von Oehsen bot ein sogenanntes Center-Line-Training an. Hierbei wurden die im Sinne von Tai-Sabaki notwendigen Ausweichbewegungen um die eigene Körperachse geübt. Theoretisch klar verständlich – praktisch stellt man schnell fest, dass da noch Trainingsreserven vorhanden sind.
Es lohnt sich also immer wieder, die Bundeslehrgänge zu besuchen. Steffen fand es auch ganz schön und mit den Freunden von HATO macht es auch immer wieder Spaß – das traditionelle Chinaessen fand auch wieder statt. Inzwischen wertden wir wiedererkannt.
Es ist immer wieder eine Freude, an einem Lehrgang mit Bob NASH (7. Dan JKF WADO-KAI) und Toby THREADGILL (Menkyo Kaiden, Takamura-Ha Shindo Yoshin Ryu) teilnehmen zu können. Da Ohtsukas Wado Ryu auf den Säulen Karate und Shindo Yoshin Ryu beruht, haben sich beide die Aufgabe gestellt, in Lehrgängen die Zusammenhänge darzustellen und zu verdeutlichen. Für diesen Zweck richtet der Berliner Karateverband schon seit Jahren diesen Lehrgang aus.
Wie schon so oft verblüfft Sensei Threadgill mit der ihm eigenen Körperbeherrschung bei sogenannten ROOTING. Grob übersetzt könnte man sagen, es gilt im Boden Wurzeln zu schlagen, damit man an dem Platz bleiben kann, den man sich gerade ausgesucht hat und von dem man sich von keinem Gegner vertreiben lassen will. Ganz langsam bekommen wir eine Ahnung davon, wie das geht, das heist, „unbekannte“ Muskeln zu aktivieren. Auch das Gleichgewichtsbrechen und das Arbeiten mit dem Körperschwerpunkt sind wiederholt Themen. Außerdem können wir wieder einmal einen kleinen Einblick über die Ursprungstechniken des japanischen Schwertkampfes gewinnen.
Sensei Nash gibt uns „Rätsel“ zum knacken mit auf den Weg. Kata NAIHANCHI – ungewohnter Muskeleinsatz und ungewohnte Körperspannung. Nicht umsonst ist der KARATE DO ein „weiter Weg“. Auch einzelne Aspekte der Partnerübungen Kihon Kumite 9 und 10 sind durchaus interessant und geben Stoff zum Üben mit in die heimischen Dojos.
Es lohnt sich, glaubts! Darum einen großen Dank an die Berliner Karatefreunde.
Während KaratekaDD in Japan war, das ist bisher einmal passiert und allen bekannt, da wollte er auch ein japanisches Schwert erwerben. Nicht so ein Ding wie aus dem Ramschladen zu Hause um die Ecke. Mit Plastik im Griff statt Rochenhaut und einer ordentlichen TSUBA, nicht aus Plaste wiederum. Am besten ein KATANA, ein Langschwert. Eins von HATTORI HANZO am besten. Aber den kannten die drei KaratekaDD damals noch nicht. Und auch nicht die Frau im gelben Motorradanzug, die sich von dem Schwertschmiedemeister das letzte Schwert eigens schmieden lies, um am Ende den Bill mit der Fünf-Punkte-Pressur-Herz-Explosions-Technik ins Jenseits zu befördern. Wozu brauchte Kito eigentlich das teure Schwert?
Ein Katana, oder ein Tanto, oder ein Wakizashi – was denn nun?
Letzter Tag vor der Abreise in Tokio. Mit der ganzen Truppe tappen KaratekaDD Nr. 1, KaratekaDD Nr. 2 und KaratekaDD Nr. 3 immer der Chefin hinterher in ein Waffengeschäft. Oh, die Auswahl war groß. Wenn wir auf ein Mordinstrument japanischer Schwertschmiedekunst zeigten, gab es uns der Händler in die Hand. Die Chefin musste permanent Fragen übersetzen. So ließen wir uns eines nach dem anderen zeigen. Am liebsten wäre uns ja ein Set gewesen: ein KATANA (Langschwert), ein WAKUZASHI (Kurzschwert) und ein TANTO (Kampfdolch). Mit dem letzteren begeht man SEPPUKU, fälschlicher Weise auch HARA KIRI genannt, letzterer Ausdruck soll aber vulgär sein.
Mit einem TANTO und einem KATANA wird die japanische Art des Selbstentleibens (SEPPUKU) betrieben. Das Tanto stichst du dir kniend in den Bauch, bewegst es ordentlich hin und her, rauf und runter, eigentlich reicht das schon und es tut weh. Damit das Elend nicht zu lange dauert, steht ein Freund mit dem Katana hinter dir und schlägt dir die Rübe ab. Will ich knien oder stehn? Tanto oder Katana? Alles Quatsch, wir brauchten die Dinger doch fürs Wohnzimmer. Am besten alle drei in einem schönen schwarz lackierten Ständer dazu. Aber das liebe Geld. Alle drei hätten so an die zwei tausend Mark oder mehr gekostet. (Zu Hause im Ramschladen vielleicht 150 DM – aber siehe oben)
Die gekauften Schwerter wurden liebevoll verpackt. Dabei erklärte uns der Händler, wie man sie pflegt und hat auch gezeigt, wie man das anstellt. Nun bekamen alle Schwertkäufer Angst, dass es am Flughafen Ärger gäbe. Wegen dem Zoll. Japanische Klingen dürfen nämlich nur wenige pro Jahr ausgeführt werden. Das gilt allerdings für meisterlich handgeschmiedete oder wirklich historische Klingen. Die haben aber viel mehr Nullen vor dem Komma.
KaratekaDD Nr.1 hat nun ein schickes Schwert in schwarzer Scheide. Toll gearbeitet, eine Augenweide. KaratekaDD Nr. 2 hat auch eins, die Scheide und der Griff haben einen ansprechenden Ockerton. Wie es sich gehört, wurde echte Rochenhaut verarbeitet. Tsuba, Schwertband und alles andere bestens gearbeitet.
Und KaratekaDD Nr. 3? Der hatte seine Kreditkarte in der Unterkunft vergessen und nun diese Geschichte geschrieben.
Dafür hat er das Buch „Fünf Ringe“ von Miyamoto Musashi gelesen und kennt sich nun in der Kunst des Samurai – Schwertweges aus.
Die Sachsen trafen sich in Bremen 1999 in großer Zahl bei einem der letzten sogenannten Winterlager mit Teruo Kono, 8. Dan, Hanshi, der diese immer Mit Shuzo Imai gab.
Es war der 100. Geburtstag des Vereins Eiche Horn.
Ein paar Unentwegte auf dem Foto hier sind immer noch dabei.
Hier könnt ihr den Versuch einer ersten Vereinszeitung „bewundern“ die vor einigen Jahren für die Webseite entstand.
Manche Artikel hatten es in sich und diverse Aussagen wären besser nicht gemacht worden. Auch wenn sie in diesem Fall hier keine Auswirkungen hatten. Pressearbeit ist alles und ein Bild in der BILD kam eben auch mal vor. Nun ja BILD DIR MEINE MEINUNG oder eben die vom „Landestrainer“. 😉 – Steven Cotton in Dresden.