Kampfsport, Kampfkunst für meine Kinder oder Enkel?

Wie wäre es mit Wadokai-Karate? Einer der ältesten Dresdner Karatevereine kombiniert Tradition mit vielseitigem Training und gemeinsamen Unternehmungen.

Eine Turnhalle in Dresden – Blasewitz.  Ein Dutzend Kinder in weißen Anzügen rennen durcheinander, hin und her, umeinander drum rum. Die Aufgabe lautet, die Wäscheklammern am Revers des Gi  der anderen weg zu grapschen. Wer zum Schluss noch eine hat, ist Sieger.

„Hantai!“ ruft Trainer Jens laut in die Halle. Sofort treten die Mädchen und Jungen, geordnet nach Gürtelfarben, in einer Linie an. Ganz links finden sich Kinder mit grünen, ganz rechts die mit weißen Gürteln. Dōjō – Etikette nennt man das. Dienstags beim Kindertraining des Karate Wadokai Dresden e.V., einem der ältesten Karatevereine der Stadt, dessen Anfänge fast illegal waren, damals, noch in der DDR.

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Einmal zu Hironori Ohtsuka II – Auf nach HH

Frank und ich waren dabei

Ausflug nach Hamburg


Hironori (Jiro) OHTSUKA, 10. Dan Wado-Ryu, Sohn des Stilgründers OHTSUKA, Mejin, in Deutschland. Die Gelegenheit musste nun endlich mal genutzt werden. Der Großmeister ist ja bereits 78 Jahre alt. Und beweglich ist der…

Auch sein Partner, Masafumi SHIOMITSU, 9. Dan, 70 Jahre alt, verblüffte uns um Jahrzehnte jüngere Schwarzgurtträger enorm. 

Hinzu kommt, wir begannen zwar jeweils kurz mit Grundtechniken, die Hauptanteile waren viel weiter führend, als bisher aus dem Prüfungsprogramm bekannt. 

Ein Glück, die kleine Halle war mit Matten ausgelegt, denn des Europäers Knie scheinen weniger für ausgedehnte Formen des IDORI ausgelegt zu sein. Die relativ geringe Menge der Teilnehmer lies ein sehr individuelles Training zu. Korrekturen durch die Großmeister waren so direkt und oft möglich. Schon deshalb hat sich der Lehrgang gelohnt. Auch wenn Sensei OHTSUKA mir dabei merkbar vor das Schienbein trat. 

Beide gaben an den Trainingstagen je zwei Trainingseinheiten. Dadurch bekamen Frank und ich die Gelegenheit auch mal nach Hamburg hinein zu fahren. Ich selbst war noch nie dort. So konnten wir einen ausgedehnten Spaziergang zum Rsthaus, der Binnenalster, in die Speicherstadt und zu den Landungsbrücken unternehmen, wo es lecker Fisch zu essen gab. 

Seine Horizont zu erweitern, ist also sicher nicht hoch genug einzuschätzen. Karate und Kultur an einem Wochenende: Was will man mehr?

Das Wado Magazin gibt es hier

©️ Uwe

Berlin: Wado-Ryu vs. Shindo Yoshin Ryu

Es ist immer wieder eine Freude, an einem Lehrgang mit Bob NASH (7. Dan JKF WADO-KAI) und Toby THREADGILL (Menkyo Kaiden, Takamura-Ha Shindo Yoshin Ryu) teilnehmen zu können. Da Ohtsukas Wado Ryu auf den Säulen Karate und Shindo Yoshin Ryu beruht, haben sich beide die Aufgabe gestellt, in Lehrgängen die Zusammenhänge darzustellen und zu verdeutlichen. Für diesen Zweck richtet der Berliner Karateverband schon seit Jahren diesen Lehrgang aus.

Wie schon so oft verblüfft Sensei Threadgill mit der ihm eigenen Körperbeherrschung bei sogenannten ROOTING. Grob übersetzt könnte man sagen, es gilt im Boden Wurzeln zu schlagen, damit man an dem Platz bleiben kann, den man sich gerade ausgesucht hat und von dem man sich von keinem Gegner vertreiben lassen will. Ganz langsam bekommen wir eine Ahnung davon, wie das geht, das heist, „unbekannte“ Muskeln zu aktivieren. Auch das Gleichgewichtsbrechen und das Arbeiten mit dem Körperschwerpunkt sind wiederholt Themen. Außerdem können wir wieder einmal einen kleinen Einblick über die Ursprungstechniken des japanischen Schwertkampfes gewinnen.

Sensei Nash gibt uns „Rätsel“ zum knacken mit auf den Weg. Kata NAIHANCHI – ungewohnter Muskeleinsatz und ungewohnte Körperspannung. Nicht umsonst ist der KARATE DO ein „weiter Weg“. Auch einzelne Aspekte der Partnerübungen Kihon Kumite 9 und 10 sind durchaus interessant und geben Stoff zum Üben mit in die heimischen Dojos.

Es lohnt sich, glaubts! Darum einen großen Dank an die Berliner Karatefreunde.

©️ UR
Fotos © UR

* aus der alten Webpräsenz

1999 wars…

Die Sachsen trafen sich in Bremen 1999 in großer Zahl bei einem der letzten sogenannten Winterlager mit Teruo Kono, 8. Dan, Hanshi, der diese immer Mit Shuzo Imai gab. 

Es war der 100. Geburtstag des Vereins Eiche Horn.

Ein paar Unentwegte auf dem Foto hier sind immer noch dabei.

Hier könnt ihr den Versuch einer ersten Vereinszeitung „bewundern“ die vor einigen Jahren für die Webseite entstand.