Terra Incognita – Karateka & Biathlon

Bereits im Februar hatte Wado Kai seinen Vereinsaktivitätshöhepunkt des Jahres! Schnee, Ski und ein Kleinkalibergewehr sind einfach schwer zu übertreffen: Unser neues Mitglied Matthias machte uns den Mund wäßrig, daß in Zinnwald Biathlon für Jedermann angeboten werde. Da Einige von uns durch die Verfolgung dieser Sportart am Fernsehschirm nur eine bedingte Schwierigkeit erkannten, überredeten sie wieder einige andere Nichtskifahrer zum Abenteuer „Bretterrutschen“.

Die Wadokaier trafen sich für Zinnwalder Verhältnisse bei frühlingshaft anmutender Wetterlage, fanden perfekte Loipen sowie eine leichte, ziemlich kalte Brise vor und schwangen sich auf die langen Latten.

Unter fachkundiger Führung ging es ohne größere Einweisung und Unterrichtung zunächst erst einmal ans warmlaufen. Das hieß eine kurze Runde auf den Kahleberg mit mäßiger Sicht ins Erzgebirge und von dort in die Biathlonarena.

Ein Großteil der Teilnehmer stand zum ersten mal auf Ski. Die anderen kramten ihre Kindheitserinnerungen an Runden im „Großen Garten“ hervor. Nur Frank glänzte mit Technik und Ausdauer. Allerdings war er nicht so schnell wie Uwe, dem das Bremsen nicht so lag und die Ausfahrt am Hang um wenige hundert Meter verfehlte. (An dieser Abfahrt bewahrheitete sich einmal mehr die gute Wadokai-Parole von „Safety first“, denn der verantwortungsvolle Sportler schnallt die Skier am Gefahrenort ab!)

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25 – Das muss gefeiert werden

Am 13. Mai berichteten wir vom bevorstehenden Jubiläum eines der „dienstältesten“ Karatevereine in Dresden. Nun ist dieses Geschichte und doch nur fast. Ganz am Schluss komme ich noch einmal darauf zurück.

Am 13. September 2014 nun veranstalteten wir den Jubiläumslehrgang mit anschließender Feier an einem der schönsten Orte für eine solche Gelegenheit mitten in der Innenstadt von Dresden. Doch bevor wir davon berichten noch ein paar Sätze zur Geschichte des Vereins.

Wer sich mit der Karategeschichte rund um die Jahre 1989 / 1990 und davor noch in der DDR, beschäftigt, stößt auf eine bewegte Zeit. Bereits einige Jahre vor dem alles veränderndem Jahr 1989 fanden sich ein paar Unentwegte, denen das Angebot von olympischen Judo, Ringen und Boxen nicht unbedingt genügte, man wollte Karate lernen. Um den damals ungefähr knapp 20jährigen Dresdner Raffael Platzer scharte sich dann eine Gruppe, zu der zum Beispiel Wanka Schuster (heute Trainer in Meißen) und André Lischner gehörten. Damals trainierte man sozusagen in der freien Wildbahn und gründete Pseudosportgruppen in Betriebssportgemeinschaften, deren Vorstände es damit nicht so genau nahmen. Woher nahm man aber die Trainer?

Kontakte entstanden zum Beispiel nach Potsdam zu Martin Tauscher, dessen Verein NIPPON Potsdam eine ähnliche Geschichte erzählen kann. So kam man dann zu Peter Wirbeleit, einem Westberliner Karatelehrer, der es auf sich nahm, auch nach Dresden zu fahren und dabei oft einen nur scheinbar unsichtbaren, hinter ihm einherfahrenden Begleiter dulden zu müssen. Solche subversiven Tätigkeiten wie Karate wurden natürlich überwacht. Peter Wirbeleit und später Fodé Cissé, auch ein Steven Cotton waren denn auch über mehrere Jahre hinweig gern begrüßte Trainer auf vielen Lehrgängen des Vereins.

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