Wie ich ein Schwert hätte kaufen können…

Während KaratekaDD in Japan war, das ist bisher einmal passiert und allen bekannt, da wollte er auch ein japanisches Schwert erwerben. Nicht so ein Ding wie aus dem Ramschladen zu Hause um die Ecke. Mit Plastik im Griff statt Rochenhaut und einer ordentlichen TSUBA, nicht aus Plaste wiederum. Am besten ein KATANA, ein Langschwert. Eins von HATTORI HANZO am besten. Aber den kannten die drei KaratekaDD damals noch nicht. Und auch nicht die Frau im gelben Motorradanzug, die sich von dem Schwertschmiedemeister das letzte Schwert eigens schmieden lies, um am Ende den Bill mit der Fünf-Punkte-Pressur-Herz-Explosions-Technik ins Jenseits zu befördern. Wozu brauchte Kito eigentlich das teure Schwert?

Ein Katana, oder ein Tanto, oder ein Wakizashi – was denn nun?

Letzter Tag vor der Abreise in Tokio.
Mit der ganzen Truppe tappen KaratekaDD Nr. 1, KaratekaDD Nr. 2 und KaratekaDD Nr. 3 immer der Chefin hinterher in ein Waffengeschäft. Oh, die Auswahl war groß. Wenn wir auf ein Mordinstrument japanischer Schwertschmiedekunst zeigten, gab es uns der Händler in die Hand. Die Chefin musste permanent Fragen übersetzen. So ließen wir uns eines nach dem anderen zeigen. Am liebsten wäre uns ja ein Set gewesen: ein KATANA (Langschwert), ein WAKUZASHI (Kurzschwert) und ein TANTO (Kampfdolch). Mit dem letzteren begeht man SEPPUKU, fälschlicher Weise auch HARA KIRI genannt, letzterer Ausdruck soll aber vulgär sein.

Mit einem TANTO und einem KATANA wird die japanische Art des Selbstentleibens (SEPPUKU) betrieben. Das Tanto stichst du dir kniend in den Bauch, bewegst es ordentlich hin und her, rauf und runter, eigentlich reicht das schon und es tut weh. Damit das Elend nicht zu lange dauert, steht ein Freund mit dem Katana hinter dir und schlägt dir die Rübe ab. Will ich knien oder stehn? Tanto oder Katana? Alles Quatsch, wir brauchten die Dinger doch fürs Wohnzimmer. Am besten alle drei in einem schönen schwarz lackierten Ständer dazu. Aber das liebe Geld. Alle drei hätten so an die zwei tausend Mark oder mehr gekostet. (Zu Hause im Ramschladen vielleicht 150 DM – aber siehe oben)

Die gekauften Schwerter wurden liebevoll verpackt. Dabei erklärte uns der Händler, wie man sie pflegt und hat auch gezeigt, wie man das anstellt. Nun bekamen alle Schwertkäufer Angst, dass es am Flughafen Ärger gäbe. Wegen dem Zoll. Japanische Klingen dürfen nämlich nur wenige pro Jahr ausgeführt werden. Das gilt allerdings für meisterlich handgeschmiedete oder wirklich historische Klingen. Die haben aber viel mehr Nullen vor dem Komma.

KaratekaDD Nr.1 hat nun ein schickes Schwert in schwarzer Scheide. Toll gearbeitet, eine Augenweide. KaratekaDD Nr. 2 hat auch eins, die Scheide und der Griff haben einen ansprechenden Ockerton. Wie es sich gehört, wurde echte Rochenhaut verarbeitet. Tsuba, Schwertband und alles andere bestens gearbeitet.

Und KaratekaDD Nr. 3? Der hatte seine Kreditkarte in der Unterkunft vergessen und nun diese Geschichte geschrieben.

Dafür hat er das Buch „Fünf Ringe“ von Miyamoto Musashi gelesen und kennt sich nun in der Kunst des Samurai – Schwertweges aus.

© Uwe

*  CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=224811 13.12.2016, 17:24 Uhr

1999 wars…

Die Sachsen trafen sich in Bremen 1999 in großer Zahl bei einem der letzten sogenannten Winterlager mit Teruo Kono, 8. Dan, Hanshi, der diese immer Mit Shuzo Imai gab. 

Es war der 100. Geburtstag des Vereins Eiche Horn.

Ein paar Unentwegte auf dem Foto hier sind immer noch dabei.

Hier könnt ihr den Versuch einer ersten Vereinszeitung „bewundern“ die vor einigen Jahren für die Webseite entstand.

Meister – Trainer / Landes – Trainer?

Manche Artikel hatten es in sich und diverse Aussagen wären besser nicht gemacht worden. Auch wenn sie in diesem Fall hier keine Auswirkungen hatten. Pressearbeit ist alles und ein Bild in der BILD kam eben auch mal vor. Nun ja BILD DIR MEINE MEINUNG oder eben die vom „Landestrainer“. 😉 – Steven Cotton in Dresden. 

©️ UR

1. Wado Cup oder BBB

Wettkampfversuche der ersten Jahre

Fank Kulus startete damals noch für den Chemnitzer Wadoverein.

BBB steht für Bautzner Braungurt Blase. So überschrieben die DNN den kurzen Artikel zum 1. Sächsischen Wadocup 1994. Torsten Blase * war dieser Kämpfer, durch den der Blogger dreizehn Jahre später wichtige Hilfestellung für seine anstehende Dan-Prüfung  erhielt.

Aus dem Wado – Magazin

Die Vorbereitungen für diesen Cup waren immens, für uns das erste Mal. Ich glaube ich habe die ganze Nacht vorher Wettkampflisten gedruckt. Und so schnell waren die Rechner damals noch nicht und der Tintenfüllstand der Drucker auch nicht so toll. Dann habe ich auch noch versucht, selbst mal im Kumite zu bestehen.

  • Torsten Blase ist Prüferreferent Wado-Ryu im SKB

©️ Uwe

Der Karatepensionär

„Ein hoher Würdenträger der japanischen Kampfkünste gab sich am Sonnabend und Sonntag die Ehre…“ titelten die Dresdner Neuesten Nachrichten am 13. Februar 1994. Die Zeitung meinte den damals 61jährigen Rob Zwartjes (* 4.10.1932), der aus den Niederlanden oder aus Frankreich wo wer wohnte, oft zu uns kam.

Einer seiner freundlichen Sprüche war immer: „Das ist auch gutes Karate, aber das wollen wir gerade nicht trainieren.“ Besonders die Kinder hingen an seinem Gi und wollten Autogramme, zum Beispiel auf ihre Gürtel.

„Der Karatepensionär“ weiterlesen

Kampfschreie & Flötentöne

brachte uns während vieler Lehrgänge der heutige Großmeister (9. Dan) Shuzo Imai in den 90er Jahren regelmäßig nach Dresden. Der 1945 in Aomiri / Japan geborene langjährige Schüler und Co-Trainer von Teruo Kono, dessen Name unsere Stilrichtung prägt, blieb nach anstrengenden Trainingsstunden im Seiza sitzen und packte geruhsam seine japanische Flöte aus.

So manch eine oder einer der Karateka vergaßen bei den für meditativen Stücken die langsam auftretenden Schmerzen in den Knien. Ich hatte gerade erst im Verein mit dem Karatetraining begonnen. Ich weiß also, von was ich rede. Das Bild hier stammt von unserer ersten Webseite, die das „WADO-Magazin“ beinhaltete.

© Uwe (12.02.2026)