Berlin: Wado-Ryu vs. Shindo Yoshin Ryu

Es ist immer wieder eine Freude, an einem Lehrgang mit Bob NASH (7. Dan JKF WADO-KAI) und Toby THREADGILL (Menkyo Kaiden, Takamura-Ha Shindo Yoshin Ryu) teilnehmen zu können. Da Ohtsukas Wado Ryu auf den Säulen Karate und Shindo Yoshin Ryu beruht, haben sich beide die Aufgabe gestellt, in Lehrgängen die Zusammenhänge darzustellen und zu verdeutlichen. Für diesen Zweck richtet der Berliner Karateverband schon seit Jahren diesen Lehrgang aus.

Wie schon so oft verblüfft Sensei Threadgill mit der ihm eigenen Körperbeherrschung bei sogenannten ROOTING. Grob übersetzt könnte man sagen, es gilt im Boden Wurzeln zu schlagen, damit man an dem Platz bleiben kann, den man sich gerade ausgesucht hat und von dem man sich von keinem Gegner vertreiben lassen will. Ganz langsam bekommen wir eine Ahnung davon, wie das geht, das heist, „unbekannte“ Muskeln zu aktivieren. Auch das Gleichgewichtsbrechen und das Arbeiten mit dem Körperschwerpunkt sind wiederholt Themen. Außerdem können wir wieder einmal einen kleinen Einblick über die Ursprungstechniken des japanischen Schwertkampfes gewinnen.

Sensei Nash gibt uns „Rätsel“ zum knacken mit auf den Weg. Kata NAIHANCHI – ungewohnter Muskeleinsatz und ungewohnte Körperspannung. Nicht umsonst ist der KARATE DO ein „weiter Weg“. Auch einzelne Aspekte der Partnerübungen Kihon Kumite 9 und 10 sind durchaus interessant und geben Stoff zum Üben mit in die heimischen Dojos.

Es lohnt sich, glaubts! Darum einen großen Dank an die Berliner Karatefreunde.

©️ UR
Fotos © UR

* aus der alten Webpräsenz

1999 wars…

Die Sachsen trafen sich in Bremen 1999 in großer Zahl bei einem der letzten sogenannten Winterlager mit Teruo Kono, 8. Dan, Hanshi, der diese immer Mit Shuzo Imai gab. 

Es war der 100. Geburtstag des Vereins Eiche Horn.

Ein paar Unentwegte auf dem Foto hier sind immer noch dabei.

Hier könnt ihr den Versuch einer ersten Vereinszeitung „bewundern“ die vor einigen Jahren für die Webseite entstand.

Der Karatepensionär

„Ein hoher Würdenträger der japanischen Kampfkünste gab sich am Sonnabend und Sonntag die Ehre…“ titelten die Dresdner Neuesten Nachrichten am 13. Februar 1994. Die Zeitung meinte den damals 61jährigen Rob Zwartjes (* 4.10.1932), der aus den Niederlanden oder aus Frankreich wo wer wohnte, oft zu uns kam.

Einer seiner freundlichen Sprüche war immer: „Das ist auch gutes Karate, aber das wollen wir gerade nicht trainieren.“ Besonders die Kinder hingen an seinem Gi und wollten Autogramme, zum Beispiel auf ihre Gürtel.

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Kampfschreie & Flötentöne

brachte uns während vieler Lehrgänge der heutige Großmeister (9. Dan) Shuzo Imai in den 90er Jahren regelmäßig nach Dresden. Der 1945 in Aomiri / Japan geborene langjährige Schüler und Co-Trainer von Teruo Kono, dessen Name unsere Stilrichtung prägt, blieb nach anstrengenden Trainingsstunden im Seiza sitzen und packte geruhsam seine japanische Flöte aus.

So manch eine oder einer der Karateka vergaßen bei den für meditativen Stücken die langsam auftretenden Schmerzen in den Knien. Ich hatte gerade erst im Verein mit dem Karatetraining begonnen. Ich weiß also, von was ich rede. Das Bild hier stammt von unserer ersten Webseite, die das „WADO-Magazin“ beinhaltete.

© Uwe (12.02.2026)